E-Auto laden

E-Auto laden: Ladearten, Ladezeiten und Wallbox im Überblick

Ein Elektroauto kann zu Hause an einer Wallbox, an öffentlichen AC-Ladepunkten oder an DC-Schnellladesäulen geladen werden. Welche Lösung am besten passt, hängt vom Fahrzeug, der verfügbaren Ladeleistung, dem Fahrprofil und den Lademöglichkeiten im Alltag ab. Für Langstrecken sind neben der maximalen DC-Leistung vor allem Ladekurve und Batterietemperatur wichtig.

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Das Wichtigste zum Laden von Elektroautos

- AC-Laden: Wechselstrom wird über den Onboard-Charger des Fahrzeugs in Gleichstrom für die Batterie umgewandelt.

- DC-Laden: Die Umwandlung erfolgt in der Schnellladesäule. Dadurch sind deutlich höhere Ladeleistungen möglich.

- Ladezeit: Entscheidend sind Akkukapazität, Ladefenster, Fahrzeug- und Säulenleistung, Batterietemperatur und Ladekurve.

- 10 bis 80 Prozent: Dieses Ladefenster ist für Schnellladestopps meist aussagekräftiger als 0 bis 100 Prozent.

  • Öffentlich laden: Ad-hoc-Laden muss grundsätzlich ohne vorherige Registrierung möglich sein, für Preise gelten Transparenzvorgaben.

Wie lange braucht ein E-Auto zum Laden?

Es gibt drei Hauptfaktoren, die die Ladedauer eines E-Autos beeinflussen:

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Ladeleistung

Die Ladeleistung ist die maximale Stromstärke, mit der ein E-Auto geladen werden kann. Je höher die Ladeleistung, desto kürzer die Ladezeit.

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Akkukapazität

Die Akkukapazität ist die Menge an elektrischer Energie, die ein Akku speichern kann. Je höher die Akkukapazität, desto mehr Reichweite kann das E-Auto zurücklegen.

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Außentemperatur

Kälte und Hitze können das Laden von E-Auto-Batterien verlangsamen, weil sie die chemischen Prozesse innerhalb der Batterie beeinträchtigen.

Mit dieser Formel berechnest du die Ladedauer von E-Autos

Setze einfach die Batteriekapazität und die maximale Ladeleistung des Autos bzw. des Ladepunktes in die folgende Formel ein:

Ladedauer berechnen mit dieser Formel

Mann lädt weißes E-Auto

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    E-Auto-Modelle mit kurzer Ladedauer

    Für Vielfahrer:innen kann eine schnelle Ladung von Vorteil sein. In der Tabelle siehst du zehn E-Autos, die besonders schnell laden:

    Modell Nutzbare Batterie AC-Laden (11 kW) DC-Schnellladen (10 bis 80 %) Max. DC-Leistung Reichweite (WLTP)
    Hyundai Ioniq 6 ca. 74 kWh ca. 7 Std. ca. 18 Min. bis 260 kW bis ca. 610 km
    Kia EV6 ca. 74 kWh ca. 7 Std. ca. 18 Min. bis 240 kW bis ca. 530 km
    Hyundai Ioniq 5 ca. 74 kWh ca. 7 Std. ca. 18 Min. bis 240 kW bis ca. 570 km
    Porsche Taycan ca. 89 kWh ca. 8 Std. ca. 18 Min. bis 320 kW bis ca. 630 km
    Audi Q6 e-tron ca. 95 kWh ca. 9 Std. ca. 21 Min. bis 270 kW bis 625 km
    BMW iX3 (Neue Klasse) ca. 105 kWh ca. 10 Std. ca. 21 Min. bis 400 kW bis 805 km
    VW ID.7 ca. 86 kWh ca. 8 Std. ca. 26 Min. bis 200 kW bis ca. 700 km
    BMW i4 ca. 81 kWh ca. 7,5 Std. ca. 30 Min. bis 210 kW bis ca. 590 km

    Die Angaben sind Richtwerte auf Basis von Hersteller- und Fachquellen (Stand: August 2026). Die tatsächliche Ladezeit hängt unter anderem von Ladezustand, Batterietemperatur, Ladekurve und Leistung des Ladepunkts ab. Die Werte können je nach Ausstattung und Modelljahr abweichen.

    Elektroautos

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    So sieht die Ladeinfrastruktur in Deutschland aktuell aus

    Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Stand 2026 gibt es über 200.000 öffentliche Ladepunkte, davon rund 50.000 Schnellladepunkte. Damit hat sich die Zahl gegenüber 2023 mehr als verdoppelt, und das Netz wird weiter ausgebaut.

    Die Verteilung ist regional unterschiedlich. In Ballungsräumen und entlang der Autobahnen ist das Netz besonders dicht, während einzelne ländliche Regionen noch weniger Ladepunkte haben. Für die Alltagsplanung lohnt es sich, vor längeren Fahrten die Ladepunkte entlang der Strecke zu prüfen, etwa über Lade-Apps oder das Navigationssystem des Fahrzeugs.

    Neben der reinen Anzahl steigt vor allem die Zahl der leistungsstarken Schnellladepunkte. Das verkürzt die Standzeiten auf Langstrecken spürbar. Die Bundesregierung nennt als Ziel rund eine Million öffentliche Ladepunkte bis 2030, und auch Automobilhersteller und Energieunternehmen investieren in den weiteren Ausbau.

    Die aktuellen Zahlen zur öffentlichen Ladeinfrastruktur veröffentlicht die Bundesnetzagentur in ihrem Ladesäulenregister.

    AC und DC Ladestationen

    AC- und DC-Ladestationen: Was ist der Unterschied?

    Beim AC-Laden kommt Wechselstrom am Fahrzeug an und wird dort vom Onboard-Charger in Gleichstrom umgewandelt. Beim DC-Laden findet die Umwandlung bereits in der Ladesäule statt. Der Gleichstrom kann dadurch direkt für das Laden der Hochvoltbatterie genutzt werden, was deutlich höhere Ladeleistungen ermöglicht. Mehr zur Technik dahinter im Ratgeber zur E-Auto-Technik.

    Elektroauto laden mit Schnee

    Was sind Ladeverluste?

    Beim Laden wird nicht die gesamte aus dem Stromnetz bezogene Energie in der Batterie gespeichert. Energie wird unter anderem für Umwandlung, Elektronik und Temperierung benötigt. Für die tatsächlichen Stromkosten ist deshalb die am Ladepunkt beziehungsweise am Hausanschluss bezogene Energiemenge relevant.

    Kostenlose Lademöglichkeiten

    Kostenlose Lademöglichkeiten

    Manche Einkaufszentren, Supermärkte oder Restaurants bieten kostenloses Laden für Kunden an. Das kostenlose Laden ist dort teilweise zeitlich auf 60 oder 90 Minuten begrenzt. Auch einige Städte und Gemeinden stellen kostenlose Ladestationen zur Verfügung, um die Elektromobilität zu fördern.

    Parkplatz mit Tanksymbol

    Ladepunkte von Unternehmen

    Viele Menschen verbringen den Großteil ihres Tages bei der Arbeit oder in öffentlichen Gebäuden, wie Schulen oder Krankenhäusern. Unternehmen, die den Mitarbeitenden anbieten, ihre Elektrofahrzeuge aufzuladen, fördern damit auch die Elektromobilität.

    Elektroauto laden zuhause

    Was ist Plug & Charge?

    Plug & Charge ermöglicht bei kompatiblen Fahrzeugen und Ladepunkten eine automatische Authentifizierung nach dem Anschließen. Die Abrechnung kann über einen hinterlegten Ladestromvertrag erfolgen. App oder Ladekarte können dadurch beim einzelnen Ladevorgang entfallen. Voraussetzung ist, dass Fahrzeug, Ladepunkt und Vertrag die Funktion unterstützen.

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    Mit einer privaten Ladestation flexibel laden: Die Wallbox

    Eine Wallbox ist eine spezielle Ladestation für Elektroautos, die eine bequeme und flexible Ladung von Zuhause aus ermöglicht. Das sind die Vorteile:

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    Schnelleres Laden
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    Privater Komfort
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    Überwachung und Absicherung
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    Intelligente Zusatzfunktionen
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    Kostenersparnis durch eigene Stromtarife
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    Nachhaltigkeit in Kombination mit PV-Anlage

    Die passende Wallbox für das E-Auto finden

    Auf diese Eigenschaften solltest du beim Kauf einer Wallbox achten:

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    Ladeleistung

    Wallboxen haben überwiegend eine Ladeleistung von 11 oder 22 kW. Eine Wallbox mit einer 22 kW Ladeleistung ist nur sinnvoll, wenn dies auch der Ladeleistung des Fahrzeugs entspricht.

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    Steckertyp

    Wichtig ist, dass die Wallbox mit dem Steckertyp des Autos kompatibel ist. In Europa ist der Typ 2 Stecker inzwischen Standard, sodass dieser auch bei den meisten Wallboxen zum Einsatz kommt.

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    Ladekabel

    Die Wallbox kann mit einem Stecker ausgestattet sein oder mit fest installiertem Kabel. Wallboxen mit Kabel sind teurer, bieten aber mehr Komfort. Nur ist dann für unterwegs ein zusätzliches Kabel notwendig.

    Die Wallbox installieren

    Das gibt es zu wissen:

    wallbox charges white hybrid car

    Eine Wallbox kann in der Regel an jedem privaten Stellplatz installiert werden. Das können zum Beispiel Garagen oder Carports sein, aber auch private Parkplätze oder Stellplätze im Freien.

    Wichtig ist: Da eine Ladestation für Elektroautos einen Starkstromanschluss benötigt, müssen Installation und Anschluss der Wallbox immer von einem Fachunternehmen durchgeführt werden, das im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist.

    Photovoltaik-Anlage

    E-Auto & Photovoltaikanlage: Darum lohnt es sich

    Besonders zu empfehlen ist die Installation einer PV-Anlage in Verbindung mit einer Wallbox. Eine PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach erzeugt Strom aus Sonnenenergie, den Besitzer nutzen können, um ihr Elektroauto aufzuladen. So lässt sich langfristig noch mehr sparen und die Emissionen stark senken.

    Günstige & grüne Stromtarife für E-Autos finden

    Häufige Fragen zum Laden von Elektroautos